header_ci65c36s6

Schrittmacher-, ICD und CRT – Kontrollen

Es gibt zahlreiche kardiologische Erkrankungen, die Implantationen eines Herzschrittmachers erforderlich machen. Dies betrifft in erster Linie Patienten, bei denen z. B. ein zu langsamer Herzschlag zur Entwicklung relevanter Symptome führt. Hierzu gehören u.a. gehäufte Neigung zu Schwindel und Bewußtlosigkeit, mangelnde körperliche Belastbarkeit, Kollapsneigung, möglicherweise auch Neigung zu Luftnot o. ä.. Wird die Indikation zur Schrittmacher-Implantation gestellt, erfolgt die Anmeldung in einer geeigneten Klinik. Alternativ kann die Schrittmacher-Implantation auf Wunsch auch durch Ärzte der Praxis durchgeführt werden.

Um eine optimale Funktion des Schrittmachers zu gewährleisten, sind im weiteren Verlauf regelmäßige, meist halbjährliche Kontrollen notwendig. In der Praxis stehen hierfür sämtliche, auf dem Markt verfügbaren Schrittmacher-Kontrollgeräte zur Verfügung. Dabei werden der Ladestand der Schrittmacher-Batterie überprüft, die Funktionsfähigkeit der Schrittmachersonden gemessen und verschiedene Daten zur Herzschrittmacher-Funktion ausgelesen, z. B. wie oft der Herzschrittmacher in der Vergangenheit den Herzrhythmus mit Impulsen unterstützt hat oder ob es beim Herzrhythmus besondere Vorkommnisse gegeben hat.

In Einzelfällen kann auch die Implantation komplexerer Geräte erforderlich sein. Dies betrifft insbesondere Patienten mit höhergradigen, teils lebensbedrohlichen und überwiegend schnellen Herzrhythmusstörungen, z.B. bei deutlicher Einschränkung der Herzmuskelfunktion oder bei Zustand nach Herzinfarkt. Die Implantation solcher komplexer Geräte (Implantierbarer Cardioverter-Defibrillator, ICD) wird in entsprechenden, dafür speziell ausgebildeten Zentren (s. a. Kooperationspartner) durchgeführt.

Eine Erweiterung der „modernen Schrittmacher-Therapie“ stellen sogenannte biventrikuläre Herzschrittmachersysteme dar (cardiale Resynchronisations-Therapie, CRT, 3-Kammerschrittmacher). Hierbei handelt es sich um eine gezielt eingesetzte Stimulation des geschwächten Herzmuskels, insbesondere bei deutlicher Leistungseinschränkung oder Zustand nach größeren Herzinfarkten mit einer zusätzlich vorhandenen asynchronen Kontraktion beider Herzkammern. Diese Geräte enthalten ebenfalls meist zusätzlich auch einen Defibrillator (CR-D).